Friedensdenkmal Altenberg
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Friedensdenkmal – Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus

Projektlaufzeit

2025 – 2026

Projektträger

Marktgemeinde Altenberg bei Linz

Förderbetrag

ca. € 32.830,-

Fördersatz
60 %
Projektbeschreibung

 

In der Marktgemeinde Altenberg befindet sich am Marktplatz im Umfeld der Pfarrkirche seit den 60er und 70er Jahren ein Kriegerdenkmal. Im Zuge der Gesamtplanung des neuen Marktplatzes wurde ein intensiver Bürgerbeteiligungsprozess gestartet. Dieser lotete Möglichkeiten einer Standortverlegung des Kriegerdenkmals aus. Ergebnis des Prozesses war, dass der bestehende Standort bleiben soll, das Kriegerdenkmal aber modernisiert, neukontextuiert und zu einem Friedensdenkmal werden soll. Dies wurde unter Einbindung von Experten, der Diözese, dem Gemeinderat, der Pfarre und dem Ortsentwicklungsverein bearbeitet. Daraufhin wurde ein Künstlerwettbewerb ausgeschrieben und das Siegerprojekt zur Umsetzungsreife weiterentwickelt und schlussendlich im Gemeinderat und Pfarrgemeinderat einstimmig beschlossen. Nun soll es zeitnah realisiert werden.

Das Konzept beruht auf einer sensiblen, reflexiven Demontage und Umgestaltung des bestehenden Kriegerdenkmals. Um den Ort vor der Kirche zu einem zentralen Treffpunkt am neuen Marktplatz und zu einem Erinnerungsort für mehr als nur für gefallene Soldaten zu machen, ist eine konsequente Veränderung vorgesehen. Die Umgestaltung versucht mit effektiven Eingriffen das sogenannte „Kriegerdenkmal“ sowohl räumlich als auch inhaltlich zu erweitern.

Um das Denkmal ein Mahnmal werden zu lassen, kommen zu den 3 bestehenden Gedenktafeln mit den insgesamt 157 Namen folgende Textelemente hinzu:
–  NIE WIEDER KRIEG NIE WIEDER FASCHISMUS
–  DEN BENANNTEN UND UNBENANNTEN OPFERN VON KRIEG
    UND GEWALTHERRSCHAFT ZUM GEDENKEN
–  FRANZ PEUTLBERGER ANTON MAYRHOFER KATHARINA SCHWARZ JULIANE PICHLER –  BENANNTE OPFER DER EUTHANASIE AKTION T4

Die bestehenden Namenstafeln (vom Granitblock getrennt) und die neuen Textzeilen sind entlang der drei Außenwände der Kirche auch über die Ecken angebracht. Es entstehen lineare Textkörper, die Interesse wecken, an denen man entlang gehen und die man lesen will, da sie nicht auf den ersten Blick in ihrer Gesamtheit sichtbar sind. Im Gegensatz zu den in Stein gehauenen Buchstaben der bestehenden Namenstafeln wird die Schrift der neuen Textelemente aus frostund wetterfesten, dunkelgefärbten und auf die Wand applizierten Buchstaben aus Beton bestehen. Zudem wird es hier umfassende Recherchen, Informationsmaterialien und
Veranstaltungen geben.

Ziele

 

–   Sensibilisierung für einen reflektierten Umgang mit Geschichte & Erinnerungskultur
–   Entwicklung einer Methode des Erinnerns
–   Definition eines Kanons für zeitgemäßes Gedenken
–   Aufzeigen des Missstands eines veralteten, einseitigen Umgangs mit den Kriegen des
     20. Jahrhunderts